Presseartikel

Mehrwegeierbox

Die MeiBox ist eine Mehrwegeierbox aus Kunststoff, die in erster Linie zur Einsparung von Einwegverpackungen dient. Einmal gekauft wird die Box zum verlässlichen Begleiter des Kunden beim Einkauf.

Er bringt sie wieder mit und befüllt sie selbst mit losen Eiern. Bisher ist die neue Mehrwegverpackung hauptsächlich bei Edeka und Alnatura erhältlich, vereinzelt auch bei Rewe.

(Quelle: ÖKO-TEST 10 / 2010)



Win-Win-Idee vom Bodensee

Mittels der von dem Eierlieferanten Christoph Hönig entwickelten, mehrwegfähigen „Meibox“ können Hühnereier eingekauft, transportiert, aufbewahrt und gekocht werden. Das Verpackungskonzept offeriert Vorteile für Lieferanten, Händler und Endverbraucher.

Der Produktname ist originell gewählt. „Meibox“ weckt simultan Assoziationen an die Web 2.0-Moderne,mundartliche Bodenständigkeit und den mehrweg-fokussierten Wesenskern dieser Eierverpackung.

 

Ersonnen wurde die Kunststoffschachtel mit zwei herausnehmbaren, je vier Eier fassenden Einsätzen von Christoph Hönig (42), geschäftsführender Gesellschafter des Eier produzierenden Familienunternehmens Hönig-HofGmbH mit Sitz in Mühlingen (Landkreis Konstanz). Der gelernte Ingenieur hat nach eigenen Angaben 120 000 Euro in seine Produktidee investiert.

Individuell bedruckbar, soll das Mehrwegsystem aus Plastik Verbraucher verstärkt an Lebensmittelmärkte selbstständiger Händler binden.


„Zudem profitieren die Kaufleute von der DauerWerbung, die die Meibox für sie ständig im Kühlschrank macht“ ist Hönig überzeugt. Ihm zufolge spart das langfristig zirkulationsfähige System signifikante Mengen an Einwegverpackungen. „Das vermeidet viel Abfall und senkt Verpackungskosten, die bis zu 10 Prozent des Abgabepreises ausmachen“.Am POS kostet die Meibox derzeit 2,99, was in etwa dem Einstandspreis entspricht.


Endverbrauchern wird – neben sicherem Transport und der Option, Eier in den beiden herausnehmbaren Vierer-Trays wasser- und energiesparend zu garen – ein Bonus für umweltfreundliches Shoppen offeriert: Für jedes darin gekaufte, regional erzeugte Ei der Größen XL und L gibt es an der Kasse einen Preisrabatt von einem Cent. Hönig hat seine Idee im Oktober 2009 beim Edekaner Hieber debütiert.

 

Die Lörracher haben die Meibox in ein Azubi-Projekt integriert, das kürzlich (lz 24-40) einen Salescup der LZSchwesterzeitung LZ-Direkt gewann.

Nachdem auch die südlichen Hieber-Kollegen Baur, Rees, Hengge und Sulger eingestiegen sind, fasst das Mehrwegsystem jetzt Fuß im Norden der Republik, etwa beim Mülheimer Edekaner Paschmann und im E-Center Porta Westfalica. Mittlerweile hat der in puncto Marketing sehr rührige Christoph Hönig auch Nicht-Edekaner ins Meibox-Boot gezogen und nach eigenen Angaben 75 000 Stück der in sechs Farben erhältlichen Box ausgeliefert. Von der LZ befragte Händler spenden der Meibox unisono Lob.
 
„In puncto Stückzahl rangierten lose Eier früher bei uns weit hinten. Jetzt sind sie zweitstärkster Artikel, ihr Anteil am gesamten Eierabsatz ist von 10 auf 20 Prozent gestiegen“, berichtet Michael Rees. Der Edekaner, der im Südwesten fünf Märkte betreibt, hat allein an seinen Standorten Karlsruhe-Knielingen und Freiburg- St. Georgen bisher 800 Meiboxen verkauft. „Sehr zufrieden“ ist der Kaufmann auch mit der positiven Resonanz, die die Meibox „nicht zuletzt infolge der Platzierung direkt bei den losen Eiern“ bei Verbrauchern hat.


Vor allem über „deutlich gestärkte Kundenbindung“ freut sich auch Rees’ Kollege Volker Winkler, Inhaber dreier Aktiv-Märkte in Weiterstadt, Alsbach und Klein-Gerau. Bei ihm hat sich das Geschäft mit losen Eiern nach Einführung der Mehrwegverpackung ebenfalls verbessert.

Darüber hinaus ist Christoph Hönig mit seiner Innovation in den 54 Filialen des Bio-Filialisten Alnatura präsent. Laut Sortimentsmanager Björn Meuser haben die Bickenbacher zunächst 5.000 Meiboxen geordert und davon seit dem Launch am 26. Mai bereits 2.000 Stück verkauft.

Alnatura sehe den Hauptvorteil des Behälters weniger in den Faktoren Absatzförderung oder Kundenbindung, sondern vielmehr im Einsparen von Einwegverpackungen. Die Meibox sei eine „Investition in die Zukunft“, mit der Alnatura „weg von den kostspieligen Pappen“ steuere, unterstreicht Meuser.

„Einige tausend“ Meiboxen haben bis dato auch die drei deutschen Migros-Märkte in Freiburg, Lörrach und Reutlingen verkauft. „Meine Erwartungen haben sich mehr als erfüllt“, so Geschäftsführer Erich Fischer in diesen Tagen gegenüber der LZ. Laut dem Manager eignet sich das Mehrwegkonzept „durchaus auch für den Schweizer Markt“, auch wenn der Verkauf loser Eier im Nachbarland nicht die in Deutschland übliche Bedeutung habe.


Christoph Hönig ist bereits dabei, seine Exportchancen aktiv auszuloten. Auf Anfrage der LZ bestätigt der Unternehmer Sondierungsgespräche mit dem Schweizer LEH-Primus Migros wie auch mit dessen landesweit größten Rivalen Coop.
 
(Quelle: hdw/lz 27-10)